Autoren Heute: Neue Literatur


* Generelles * Roman * Hörspiel * Biografie * Anthologie * Drama * Kurzgeschichte * Fantasy * Gedichte * Kinderbücher * Krimis * Sachbuch * Science-Fiction * Verlage

Gedichte

Home

Schwachstellen
Schland - Ohr-Ratorium
Kunterbunte Welten der Sabine Fenner
Schwachstellen
Denkspur
Traeume.
Tattoo
... und immer wieder gedichte und lieder
hol es raus
november
Gu Cheng
beim häuten der zwiebel kommen mir die tränen
Gerne
Nachtfalterdepressionen
Amaryll
NICHTS
Mondlied
Maskengesicht
"Der Maler" und "I den t i taet i den t i taet"
Medienvielfalt
Dagegen
im Park
Faszikel
November
sehnsucht
sprachlos
Wolkenflieger
Letternmusik
Frühlingszauber
Rose im Herbst
Ohne_Rueckgrat.
sie redet
Elektronorma - ein Ausstellungsprojekt
Die Kunststiftung NRW fördert: »Gedichte«
Ein PORSCHE geht auf Reisen
Untergang
Lebenszeichen oder Nichts als Heuchelei
Dichterloh
Im Meer
Unsichtbarer Haiku (5)
Schwachstellen
Zeichenschreiber / Schreibzeichen
Weihnachtliches
Traurige Gedanken
Cuckoo Madame
Neuen Text eingeben

Kontakt
Haftung
Impressum


Die Top100 Literatur-Seiten im
Netz
Literatur und
Wissenschaft

Online Bücher
Die Hundert Besten!

Mit Unterstützung der Linux Consultants am Bodensee:Bodenseo,
									 Linux
									 Kurse
									 und Schulungen
Linux-Seminare und Kurse
Schulungen, Entwicklung und Suchmaschinenoptimierung
Kurse für Privatpersonen und Firmen. Linux ist auch für Autorinnen und Autoren das bessere Betriebssystem. Lernen Sie in einem Kurs damit umzugehen.
Auf der Suche nach einem neuen Job? Sie brauchen Hilfe bei der Bewerbung? Dann sind Sie bei Bewerbung-Hilfe.net richtig.

Amaryll

Versehen mit einer wunderbaren Akustik steht auf einem Plateau zwischen Haarstrang und Möhnetal, nahe der Möhnetalsperre, die romanische Kapelle "Drüggelte". Als zwölfeckiger Zentralbau wurde die Kapelle vermutlich in der Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut.

Weigoni Der Klang der Kapelle gab der Rezitation einen Nachhall, den A.J. Weigoni durch ironische Brechungen vor dem weihevollen bewahrt. Seine Skepsis allem Pathos gegenüber, selbst dort, wo er sich anbietet, lässt aufhorchen.

Bei der Jürgen-Diehl"-Hommage auf "Drüggelte" ging es am 24. April 2004 um die Wahrhaftigkeit des Wortes. Die Arbeiten, die zum Vortrag gelangen, sind tonale Kompositionen mit sprachlichen Mitteln. Die ArtistInnen vermögen es, poetische Performances zu Ereignissen zu machen, weil sie den richtigen Rhythmus und die angemessene Melodie finden. Unangestrengt schaffen sie geflüsterte, gesprochene Sprachkunstwerke. Das Mondäne vereinigt sich mit dem Musikalischen, der Intellekt mit dem Sinnlichen. Die ArtistInnen lassen mit Lust an der gesprochenen Sprache, an der Schönheit von Worten Tonfall, Melodie und Rhythmus hören.

In "Adagio" kontrastieren phasenweise die Harmonien der Musik und der eher Disonanzen thematisierende Text. Das zugleich analytische und spielerische der Textfolge korresponidert mit der Tatsache, dass Musik und Mathematik verwandte Ursprünge haben. Man könnte die Musik gespielte Mathematik nennen.

Die "Jürgen-Diehl-Hommage auf "Drüggelte" ist ein Platz für den artistischen Bau autarker Sprachkonstrukte ausserhalb der alltäglichen Rede und normierter Sprachregularien. Dieses Freigelassene, Strömende entsteht durch Präzision, Klarheit und Konzentration. Die Arbeiten oszillieren zwischen dem lyrischen Protestgedicht und dem politischen Liebesgedicht.

Einst waren Interpreten Barden, Schamanen, Seher, Troubadoure, waren Reisende in Sachen Liebe und Moral...- im digitalen Zeitalter geht der Schrift der Sinn, und damit die Sinnlichkeit, immer mehr verloren; so scheint es jedenfalls. Diese Veranstaltung soll daran erinnern, was Poesie ursprünglich war: Gesang, Melodie und Rhythmus, Reim und Versmass, Litanei und Mythos.

Eröffnet hat die Veranstaltung der Arnsberger Künstler Peter Meilchen mit einem Memento. Hier ein Auszug aus seiner Würdigung:

"Jürgen Diehls Problem, eine Triple-Begabung zu sein, folglich in allen künstlerischen Bereichen seine Qualität zu besitzen, stellte sich für die Menschen in seiner Nähe als inspirierender Vorteil dar.

So wurde mir in unseren zahlreichen Gesprächen das Zusammenwirken, die wechselseitigen Abhängigkeiten und Befruchtungen zwischen den künstlerischen Ausdrucksformen immer bewußter. Wir sahen sprechend und spazierten sprachlich durch die Bilderwelt - darüber tanzten die Noten.

In dieser Leichtigkeit war Jürgen Diehl auch klar, daß jedes Bild nur die Beschreibung eines Weges ist, das uns als Suchende gefunden hat.

Kunst sollte bei aller Ernsthaftigkeit nie ihre augenzwinkernde Begleitung aufgeben, doch bei allem Spiel nie die Würde vor dem Gegenstand ihrer Betrachtung verlieren.

Auf dem Seil dieser beiden Anspannungen bewegte sich Jürgen Diehl mühelos, ohne Netz und immer mit Fallwissen. Denn er wußte, daß die Kunst eine der schönsten Fluchtmöglichkeiten ist - mit Ankunftswillen."

Peter Meilchen

Zur Ausstellung erscheint die CD-R »Amaryll«. Sie ist erhältlich über:  info@tonstudio-an-der-ruhr.de



Pressestimmen zu poetischen Performances

"Ein Stück Theater ist überall, wo sich Weigoni der Poesie ergibt… Die Mischung macht's und die macht Spaß." (Hamburger Morgenpost) "Verschachtelte Bandwurmsätze in hektischer Abfolge…" (WDR Pop-Session) "… versprühte Skurilität und Wortwitz." (Mindener Tageblatt) "… mit seiner Letternmusik das Wort performancegleich abrocken läßt." (Überblick) "Eine spezifische Seelenverwandtschaft war Voraussetzung für die Letternmusik, die der Lyrik-Performer A.J. Weigoni mit Kontrabassunterstützung von Hartmut Kracht präsentierte. Hier stellte niemand den avantgardistischen Impetus in Frage." (Rheinische Post) "Dass wir es zugleich mit einer hoch artistischen Demonstration, einem verbalen Theaterspiel zu tun haben, wird nicht zuletzt signalisiert durch die Einteilung der Texturen in fünf Akte mit musikalischer Bezeichnung der jeweiligen Tempi und Stimmungen. Den eindrucksvollen lyrischen Sequenzen des ersten Teils, ausgezeichnet vorgetragen." (Prof. Dr. Franz Norbert Mennemeier, neues rheinland)

"Mit minimalen phonetischen Änderungen erschließt der Künstler neue Sichtweisen der Sprache, die aus ihrer Alltäglichkeit und der damit verbundenen Banalität wieder als Klangwerkzeug in das Blickfeld transportiert wird. Diesen Verfremdungseffekt, der auf der lautmalerischen Ebene zum Tragen kommt, findet man auch in der inhaltlichen wieder." (Ruhr Nachrichten)

"Weigoni überzeugte sein Publikum durch rhythmisch eindringlich vorgetragene szenische Lyrik." (Westfälische Rundschau) "Beinahe verschwörerisch rezitiert A.J. Weigoni die Texte dieser Blätter. Frank Michaelis bläst mittendrin ein Saxophon, dessen bewußt blecherne Schwüle leicht eine ganze New Yorker U-Bahn-Station unterhalten könnte. (Mainzer Rhein-Zeitung)
"Den kleinsten Raum der Galerie hat das Duo in einen Klangraum verwandelt. Aus Plastikeimern mit eingebauten Lautsprechern nebst Betonradio tönt ein Literaturclip, der dem Verfall der klassischen Hörkultur Einhalt gebieten will…" (Stuttgarter Zeitung) "… die wohl vielseitigste Auseinandersetzung mit der Realität."
(Esslinger Zeitung)

"Das Hörstück… verdankt seine Wirkung vor allem den darstellerischen Fähigkeiten von Kai Mönnich und Marion Haberstroh, die sowohl exzellente Sprecher, als auch äußerst wandlungsfähige Schauspieler sind. Bravourös meistern sie die Klippen der komplexen Textcollage, verschmelzen philosophische Reflexionen, Streitgespräche und lyrische Passagen zu einer Einheit, die das Publikum bald in ihren Bann zieht." (Mainzer Rhein-Zeitung) "Eine Innovation war auch die Uraufführung des Hörspiels Fünf - oder die Elemente im Gutenberg-Museum… Nicht nur Anlage und Inhalt ließen aufmerksam werden, sondern auch der Rückgriff auf die Form des Hörspiels. Dargeboten wurde es wie anno dazumal, denn schon in der Weimarer Republik hatte es diese Art der Aufführung und Aufnahme vor Publikum gegeben." (Mainz, Vierteljahreshefte für Kultur) "Qualität in Wort und Regie zeigte auch die Uraufführung von A.J. Weigonis neuestem Hörspiel, das sich Gedanken macht über die veränderten Wahrnehmungen durch eine von Medien dominierte Welt." (WDR - Mosaik)

"Der Wortkünstler A.J. Weigoni weiß mancherlei über die harten Bandagen, mit denen man sich auch noch vier Jahrzehnte nach Cages europäischem Wirken um Kunstpfründe und Dicherlorbeer prügelt. Weigonis erstmals aufgeführtes Live-Hörspiel »RedenRedenReden«, vordergründig eine Boxkampf-Parodie mit Kommentator und zwei schlagabtauschenden Dichter-Recken, zieht hinter der Witz-Fassade traurige Bilanzen." (Rheinische Post)

© Copyright 2003 - 2005, Bernd Klein