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Nein, ich betrüge mich nicht! Ich lese in ihren schwarzen Augen wahre
Teilnehmung an mir und meinem Schicksal. Ja ich fühle, und darin darf ich
meinem Herzen trauen, daß sie - o darf ich, kann ich den Himmel in diesen
Worten aussprechen? - daß sie mich liebt!
Mich liebt! - und wie wert ich mir selbst werde, wie ich - dir darf ich's wohl
sagen, du hast Sinn für so etwas - wie ich mich selbst anbete, seitdem sie mich
liebt!
Ob das Vermessenheit ist oder Gefühl des wahren Verhältnisses? - ich kenne den
Menschen nicht, von dem ich etwas in Lottens Herzen fürchtete. Und doch - wenn
sie von ihrem Bräutigam spricht, mit solcher Wärme, solcher Liebe von ihm
spricht - da ist mir's wie einem, der aller seiner Ehren und Würden entsetzt
und dem der Degen genommen wird.