Autoren Heute: Neue Literatur |
||
| * Generelles * Roman * Hörspiel * Biografie * Anthologie * Drama * Kurzgeschichte * Fantasy * Gedichte * Kinderbücher * Krimis * Sachbuch * Science-Fiction * Verlage | ||
AnthologieHomeDie zwei Bäume Totenrache und zehn weitere Erzählungen Generationenbegegnung Die Formel des Lebens Was Du Dir wünschst, dass bekommst Du auch Leben und Tod Anthologie Das Leben schreibt das Leben Der Südwestwind der Copacabana Soko Singen: Grenzfälle Metamorphosen - Auf H. P. Lovecrafts Spuren Das Sterben ist ästhetisch bunt Fantastisches Österreich Gedichte und Geschichten aus Nord und West Stadtgeflüster Worte im Wechselschritt Lebenslänglich Buchvorstellung Leben und Tod Buchvorstellung Illusionen der Macht „Das Hungertuch“ wird am Ende der Fastenzeit verliehen Neuen Text eingeben
Kontakt Haftung Impressum
Literatur und Wissenschaft Online Bücher Die Hundert Besten! Mit Unterstützung der Linux Consultants am Bodensee: ![]() Linux-Seminare und Kurse Schulungen, Entwicklung und Suchmaschinenoptimierung Kurse für Privatpersonen und Firmen. Linux ist auch für Autorinnen und Autoren das bessere Betriebssystem. Lernen Sie in einem Kurs damit umzugehen. Auf der Suche nach einem neuen Job? Sie brauchen Hilfe bei der Bewerbung? Dann sind Sie bei Bewerbung-Hilfe.net richtig. |
„Das Hungertuch“ wird am Ende der Fastenzeit verliehen Die Deutsche Kritik neigt dazu, klüger als die Kunst sein zu wollen. Sozusagen die Kunst und noch etwas mehr. Dabei ist sie natürlich immer weniger, sie reduziert das Vieldeutige, kappt den semantischen Überhang, indem sie es auf einen Nenner bringt. Auch wenn sich die Kritik selbst künstlerisch gibt, praktiziert sie Reduktion, sie schließt aus. Die Überheblichkeitsgeste der Kritik ist ihre Kompensation dieses Umstands. Sie weiß das naturgemäß selbst, und sie ärgert sich grün vor Neid. Deshalb auch oft dieser Furor sowohl des Verrisses wie des Lobs. „Ist doch nur Kunst!“, könnte man dagegenhalten, tut doch keinem weh. Aber in beiden Fällen sind es Machtdemonstration, die umso forcierter ausfallen, je deutlicher der Kritiker dem Künstler zu verstehen geben will, daß er den längeren Füller hat. Insofern steckt noch in der größten Laudatio ein Kern Verachtung. Dies zu ändern ist im Jahr 2001 der Kunstförderer Ulrich Peters angetreten und hat mit dem „Hungertuch“ einen Künstlerpreis gestiftet, der in den zehn Jahren seinen Bestehens von Künstlern an Künstler verliehen wurde. Es gibt im Leben unterschiedliche Formen von Erfolg. Zum einen gibt es die Auszeichnung durch Preise und Stipendien, zum anderen die Anerkennung durch die Kolleginnen und Kollegen. Dies manifestiert sich in diesem Künstlerpreis mit spielerischer Leichtigkeit. Die Sprache ist die stärkste Klammer, die uns zusammenhält. Ein starker Zusammenhalt angesichts der Vielfalt der geäußerten Ansichten über Sinn und Zweck des künstlerischen und kulturellen Lebens. Kants Kritik der Vernunft muß im 21. Jahrhundert zu einer Kritik der Kultur werden. Es liegt nicht ausschließlich an den Artisten, sie aber müssen gegen den Nivellierungstrend andere Maßstäbe setzen. Künstler wie Barbara Ester, Tom Täger, Peter Meilchen, Tom Liwa, Haimo Hieronymus, Manuel Quero, Almuth Hickl, Holger Benkel, Katja Butt, Pia Lund, A.J. Weigoni, Thomas Suder, Peter Engstler, Woon–Jung Chei, Denise Steger, Joachim Paul und Eva Kurowski pflegen die Kunst des Möglichen – desjenigen Möglichen, das Wirklichkeit werden kann. Bei aller Abgeklärtheit und Reife sind diese Artisten ein Leben lang Wahrnehmende mit der Fähigkeit, das Wunderland des Konkreten täglich neu zu entdecken: kommunikativ, intellektuell, kreativ, emotional. Wie die Forschung sind sie bereichernd für die subjektive Entwicklung und für die Visionskraft der Gemeinschaft. Sie führen eine Debatte für die gesellschaftliche Wertschätzung der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern – auch und gerade dann, wenn die Ergebnisse unbequem sind und uns herausfordern, irritieren oder schockieren. Die Dokumentation zum Künstlerpreis erscheint mit einem Originaldruck von Haimo Hieronymus bei der Edition Das Labor, Mülheim 2011 Zu den Würdigungen im Einzelnen: http://www.vordenker.de/hungertuch/index.html Ein Essay zum Preis: http://www.bookrix.de/_title-de-matthias-hagedorn-zehn-jahre -kuenstlerpreis-8222-das-hungertuch-8220 Beitrag von: Matthias Hagedorn, Matthias-Hagedorn@gmx.de www.kulturnotizen.de
|
|
| © Copyright 2003 - 2005, Bernd Klein | ||