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Galgenwald - Das Witchboard Galgenwald – Das Witchboard Klappentext: Als Laura ihre Freundin Ina übers Wochenende zu sich einläd, hat diese ein sonderbares Brett im Gepäck. Stolz erklärt Ina ihr, dass es sich bei dem Brett um ein Witchboard handelt und man damit Kontakt mit den Toten aufnehmen kann. Ina überredet Laura und trotz ihrer Angst willigt Laura ein. Unheimliche Dinge geschehen und niemals hätten sich die Freundinnen ausgemalt, wie gefährlich die Benutzung dieses Brettes werden kann. Auszug aus dem Buch: Es war der erste Freitagabend in den Sommerferien. Lachend stand Laura an der Haustür. „Wahnsinn. Endlich hat es geklappt. Ich dachte schon deine Mam würde dir nie erlauben mal bei mir zu übernachten.“ Ina kam lächelnd zur Tür und stellte ihre Sporttasche ab. „Ja endlich. Musste sie zwei Wochen lang dazu überreden. Jeden Tag hab´ ich sie angebettelt bis es ihr zu blöd wurde und sie ja gesagt hat.“ Die Mädchen lachten schallend und umarmten sich überschwänglich. „Auf, komm. Gehen wir in mein Zimmer“, sagte Laura und bückte sich nach Inas Sporttasche. „Gott, was hast du denn da alles eingepackt. Du bleibst doch nur ein Wochenende und nicht für immer“, ächzte sie, als sie sich die schwere Tasche umhängte. „Ein Geheimnis. In dieser Tasche ist etwas, das lehrt dich heute Nacht das Gruseln“, flüsterte Ina ihrer Freundin verschwörerisch zu. Laura verdrehte ihre Augen. „Was hast du denn nun schon wieder vor? Sag schon. Was ist in der Tasche?“ In ihrem Zimmer ließ Laura die Tasche keuchend fallen. Ina sprang ausgelassen auf Lauras Bett und hüpfte wie ein Kleinkind darauf herum. Durch die geöffnete Tür hörten sie das Schrillen des Telefons. Sofort ließ Ina das Toben. „Das ist sicher meine Mam“, hauchte sie. „Meine Mutter ist in der Küche. Sie wird schon rangehen“, sagte Laura. Auf Zehenspitzen schlich Ina in den Gang. Laura folgte ihr kopfschüttelnd. Lauschend neigte Ina den Kopf nach unten. „Ja natürlich. Wir werden sehr gut auf sie Acht geben“, war die Stimme von Lauras Mutter, Daniela, zu hören. Dann trat Stille ein. „Hoffentlich sagt sie nicht, dass sie übers Wochenende gar nicht zu Hause ist“, wisperte Ina. „Sonntagmorgen? Ach so, ja natürlich die Kirche. Selbstverständlich wird Ina rechtzeitig zu Hause sein“, hörten die Mädchen Daniela sagen. Wieder war minutenlang alles ruhig. „Dann wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Abend. Ich muss nun mal nach den Mädchen sehen. Auf Wiederhören.“ Der Hörer wurde aufgelegt und Daniela seufzte laut auf. Sie kam aus der Küche und sah die Mädchen oben auf der Treppe sitzen. „Habt ihr etwa gelauscht?“, fragte sie grinsend. Schuldbewusst blickte Ina Lauras Mutter entgegen. „Klar. Genau deshalb sitzen wir ja hier rum“, antwortete Laura mit einem spitzbübischen Lächeln. Ihre Mutter lachte. Sie sah Ina an und fragte: „Ihr geht am Sonntag in die Kirche?“ Ina zuckte mit den Schultern, stand auf und legte eine Hand auf das Treppengeländer. „Wir gehen jeden Sonntag in die Kirche“, antwortete sie und verdrehte dabei die Augen. Daniela lächelte Ina an. „Deine Mama weiß nicht, dass du heute Nacht mit Laura alleine bist. Nicht wahr?“, fragte sie. Ina wurde rot. „Nein. Dann hätte ich nicht hier schlafen dürfen. Sie denkt auch, dass du verheiratet bist. Ich habe sie angeschwindelt. Bitte, sage es ihr nicht. Meine Mam meint, es sei Sünde, einen Freund zu haben, wenn man schon mal verheiratet war“, antwortete Ina leise. Verdutzt schaute Daniela Ina an. Dann lachte sie und machte eine wegwerfende Handbewegung. „Das ist doch Unsinn.“ Sie lächelte die beiden Mädchen an. „So. Nun muss ich aber los. Ich wünsche euch einen schönen Abend und seid anständig.“ Sie winkte den Mädchen noch kurz zu und verschwand dann durch die Haustür. Laura rannte in ihr Zimmer und warf sich bäuchlings aufs Bett. Sie presste ihr Gesicht ins Kopfkissen und lachte. Ratlos stand Ina neben dem Bett und stemmte ihre Hände in die Hüften. „Was?“, fragte sie. Laura sah in das Gesicht ihrer Freundin und prustete erneut los. „Was? Was? Was?“, rief Ina und zog Laura das Kopfkissen weg. Sie warf es auf Lauras Kopf und fragte noch einmal: „Was? Sag mir sofort, worüber du lachst.“ Kichernd und mit hochrotem Kopf setzte sich Laura im Schneidersitz aufs Bett. „Hast du das Gesicht von meiner Mam gesehen? Als du gesagt hast einen Freund zu haben sei Sünde. Da war sie kurz geschockt“, lachte Laura. Mit einem schuldbewussten Gesichtsausdruck starrte Ina ihre Freundin an. „Oh. Das wollte ich nicht.“ „Das hat noch keiner geschafft“, lachte Laura. „Meinst du Daniela ist nun böse auf mich?“, fragte Ina. Erstaunt sah Laura sie an. „Böse? Mam, auf dich? So ein Blödsinn.“ Lachend warf sie das Kopfkissen auf Ina. „Das hat sie doch schon längst wieder vergessen. Aber ihr Gesichtsausdruck. Er war einmalig. Einfach köstlich. Den werde ich sicher mein Leben lang nicht mehr vergessen.“ Ina grinste verlegen. „Ich sollte mich wohl beim Nächsten mal bei ihr entschuldigen.“ „Ach was. Ich sagte doch, sie denkt schon nicht mehr daran“, meinte Laura grinsend. Ina kniete sich auf den Boden und öffnete ihre Tasche. Sie holte ein dickes Album heraus und zog den Reisverschluss wieder zu. „Schau mal was ich da habe“, sagte sie im geheimnisvollen Ton und setzte sich damit zu Laura aufs Bett. „Ein Fotoalbum? Sagtest du nicht etwas von Gruseln lehren?“, fragte Laura enttäuscht. Ganz vorsichtig öffnete Ina die erste Seite des Albums. Laura schrie mit einer lauten panischen Stimme auf und Ina fuhr erschrocken zusammen. „Man ist das gruselig“, lachte Laura. „Herrgott, was soll das? Hör auf, so kindisch zu sein! Kannst du auch mal ernst bleiben?“, sagte Ina mit wütender Stimme. „Ich möchte dir was zeigen.“ „Also gut. Was willst du mir zeigen?“ Beitrag von: Anita Hintz, Anita.Hintz@yahoo.de http://galgenwald.jimdo.com
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