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Don Quijote

Miguel de Cervantes Saavedra

Über den Autor

Miguel de Cervantes Saavedra gilt als Nationaldichter Spaniens. Der im September 1547 in Alcalá de Henares geborene Schriftsteller ist Autor des in zwei Teilen verfassten Romans "Don Quijote".
Nach seinem Theologiestudium floh Cervates vor der spanischen Justiz nach Italien und diente zunächst in Rom dem Kardinal Giulio Acquavita als Kammerdiener. Anschließend trat Cervates einer Einheit der spanischen Marine bei und erlitt 1571 im Kampf gegen die Türken drei Schusswunden und die Verstümmlung seiner Hand. (Er erhielt fortan den Spitznamen "el manco de Lepanto", was so viel wie "der Einhändige von Lepanto" bedeutet.) Auf seiner Rückreise nach Spanien wurde Carvates von algerischen Piraten gefangen genommen. Er verbrachte 5 Jahre in Gefangenschaft, bis er 1580 schließlich freigekauft wurde. In seinem ersten Werk "Los tratos de Argel", was jedoch erfolglos blieb, verarbeitet er diese Zeit. In seinem weiteren Leben arbeitete Carvates unter anderem als Steuereintreiber und verbrachte einige Zeit im Gefängnis auf Grund von Veruntreuung von Steuergeldern. Dort schrieb er auch den ersten Teil des "Don Quijote" (Original Titel: "El ingenioso Hidalgo Don Quijote de la Mancha", "Der sinnreiche Junker Don Quijote von La Mancha"). Miguel de Cervates Saavedra starb 1616 in Madrid.

Don Quichote

Obwohl man häufig die französische Version diesen Namens hört, ist Don Quijote ursprünglich spanisch. Die korrekte Aussprache des Namens lautet daher Don „Kichote“. "Don Quijote de la Mancha" erschien in zwei Teilen, der erste 1605, der zweite Teil 1615 und ist als Parodie der zur damaligen Zeit populären Ritterromane angelegt und soll zudem aufzeigen, wie diese oftmals sehr übertriebenen Geschichten den Verstand vernebeln.
Handlung:
(1.Teil)
Im einem Dorf der Mancha schnappt der hagere 50jährige Landjunker Hidalgo Alonso Quijano, auf Grund seines exzessiven Lesens zu vieler Ritterromane, über. Er beschließt als fahrender Ritter, in Abenteuer zu ziehen, sich in Gefahren zu stürzen und das Unrecht zu bekämpfen. Aus Pappdeckeln und einer Schüssel wird ein Helm, eine alte rostzerfressene Rüstung wird geputzt und angelegt, ein Bauernmädel zur Herzensdame erkoren, das treue (alte) Pferd Rosiante wird bestiegen und losgeritten.
Zunächst allein, begleitet ihn ab dem zweiten Ausritt sein "Schildknappe", der dickleibige Bauer Sancho Panza. Auf ihren Abenteuern bezieht Don Quijote auf Grund von häufigen Verwechslungen regelmäßig Prügel, denn Don Quijote Einbildung lässt aus Gasthäusern Schlösser werden, aus Landmädchen werden Burgfräulein, Hammelherden zu mächtigen Heeren und Windmühlen zu Riesen. So kommt es zu Kämpfen um ein Babierbecken, in dem er den Helm des Mambrin erkennt, dem "blutigen" Kampf mit Schläuchen roten Weines und weiteren Abenteuern. Während Sancho Panza der Zwiespalt zwischen Wirklichkeit und der Phantasie Phantasie Don Quijotes klar ist und diesen auch immer wieder darauf hinweist, sind für Don Quijote stets fremde, ihm feindlich gesinnte Zauber für die Zustandsveränderungen verantwortlich. (Diese hätten beispielsweise auch die Verwandlung der Riesen in Windmühlen verursacht.)
(2.Teil)
Ein Herzogspaar in Aragonien lädt Don Quijote und Sancho Panza in Ihre Residenz ein. Dort inszenieren Sie ritterliche Abenteuer, um sich an der Narrheit des Don Quijote zu belustigen und die anwesende Gesellschaft zu unterhalten. Sancho Panza wird zudem die Statthalterschaft eines Städtchens übertragen, auf Grund dessen er in den Dienst Don Quijotes eingetreten war. Nach zehn Tagen des "Regierens" hatte Sancho Panza allerdings genug und kehrte in den Dienst Don Quijotes zurück.
Nach einem verlorenen Turnier kommt es zur Heimkehr Don Quijotes. Kurz darauf erkrankt er an Fieber. Auf dem Totenbett gesteht sich Don Quijote seinen Wahn ein und beklagt selbst, dass diese Einsicht erst so spät kam. Er nimmt seine eigentliche Identität als Alonso Quijano el Bueno wieder an und stirbt kurz darauf.

(© Jennifer Streibert)

2010, Bernd Klein