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KristallseeleKristallseele

Roman von Andy Claus

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Himmelstuermer Verlag;
erscheint im Oktober 2006
ISBN: 393482563X

Klappentext:

Weil er sich in einer Hochphase in Lebensgefahr bringt, wird der manisch-depressive Fotograf Johnny Lorenz in die Psychiatrie zwangseingewiesen. Dort begegnet er dem abgeklärten Psychiater Kevin Friedman, der ihn betreut. Es vergehen Wochen, bis Johnny Dr. Friedmann an sich heran lässt, aber bereits während dieser Zeit spürt der Arzt, dass er sich in seinen Patienten verliebt hat. Das bemerkt der manisch-depressive Johnny und versucht, seine Arzt zu verführen, um aus der Klinik heraus zu kommen. Kevin bleibt standhaft, denn eine Beziehung zu einem Patienten würde ihn seine Karriere kosten. Intrigen innerhalb der Klinik zwingen ihn schließlich dazu, den Fall abzugeben. Trotzdem gelingt es Johnny, Kevin zu verführen. Ungeachtet der drohenden Konsequenzen wegen einer Beziehung von Arzt und Patient kommt das Paar zusammen. Endlich erfährt Kevin, dass Johnny keine Erinnerung an die ersten acht Jahre seines Lebens hat, außerdem quälen ihn Alpträume von sexueller Gewalt, Hilflosigkeit und Entsetzen. Der Verdacht, dass es in seiner Kindheit Ereignisse gegeben hat, die seine Krankheit begründen, erhärtet sich. Die Spuren der Vergangenheit führen beide Männer schließlich in den Untergrund von Sankt Petersburg. Dort begegnen sie den Schrecken, denen Johnny in seiner Kindheit ausgesetzt war und kommen einem groß angelegten, von Staats wegen vertuschten Verbrechen auf die Spur.

Leseprobe

Kapitel 1
Es war ein Nachmittag Mitte Dezember 2005. Der vollkommen schwarz gekleidete Mann kam in den Speiseraum des Kölner Obdachlosenasyls und wuchtete einen Koffer vor sich auf den Tisch. Er entledigte sich des langen Ledermantels, zupfte sich die Rüschen seines Hemdes zurecht und warf die bis zum halben Rücken reichenden, glatten schwarzen Haare zurück. Er war blass geschminkt, Kajal umrandete seine ausdrucksstarken dunklen Augen, er trug Piercings an Nase, Augenbrauen, Unterlippe und Ohren und sehr viel Silberschmuck. Er räusperte sich, um Aufmerksamkeit zu erlangen, die er aufgrund seines Aussehens allerdings schon hatte. „Jeder, der Geld braucht, kommt zu mir!“ Mit seinen schmalen Händen öffnete er den Koffer. Er war gefüllt mit Banknoten. Das Klappern des Bestecks wurde leiser und verebbte schließlich ganz, man betrachtete ihn erstaunt und auf eine Weise, wie man wohl einen bauchtanzenden Schimpansen in Reizwäsche angeschaut hätte. Keiner stand auf, niemand sagte einen Ton. „Hey, wollt ihr sagen, ihr habt genug Kohle? Kommt schon, ziert euch nicht!“ Zögernd stand einer der anwesenden Männer auf. Er trug einen roten, verfilzten Vollbart, seine Kleidung war abgenutzt, teilweise löchrig und schmutzig und sein Gesicht vom Alkohol aufgedunsen. Mit unsicheren Schritten kam er zum Tisch. Er streckte dem Schwarzgekleideten die Hand mit den langen, schwarzgeränderten Nägeln entgegen und dieser drückte ihm ein Bündel Fünfzigeuroscheine hinein. Ungläubig und mit offenem Mund schaute er auf das Geld, stammelte ein heiseres ‚danke’ und zog sich wieder auf seinen Platz zurück. Das wirkte wie ein Startschuss. Im nächsten Moment schon drängten sich die anderen um den Gönner und jeder nahm Geld entgegen. Fragen nach dem ‚warum’ beantwortete der Mann nicht und auf scheue oder ausdrückliche Danksagungen reagierte er fast gekränkt. „Ihr braucht euch nicht zu bedanken. Es steht euch zu! Nehmt es als euer Weihnachtsgeschenk.“ Einige der Anwesenden machten sich aus dem Staub, als befürchteten sie, dass jemand einen Grund finden könnte, ihnen das unverhoffte Geldgeschenk wieder abzunehmen. Andere setzten sich und begannen, die Scheine zu zählen. Letztendlich hatte jeder Geld bekommen. Der Mann schloss den Koffer, er war noch nicht leer. Er verabschiedete sich, zog hektisch seinen Mantel an, nahm den Koffer und ging ebenso schnell wieder hinaus, wie er gekommen war. Auf seinem Gesicht stand ein befriedigtes, aber auch gehetztes Lächeln. Er machte sich auf den Weg zum Bahnhof und überlegte gerade, ob er vorher noch einmal zur Bank gehen sollte, um mehr Geld zu holen, als zwei junge Männer aus einer Seitenstraße auf ihn zu sprangen. Er bekam einen Fausthieb ins Gesicht und sah kurz ein Messer aufblitzen. Im nächsten Augenblick spürte er einen heißen Schmerz im seitlichen Bauch und taumelte rückwärts. Er prallte gegen eine Hauswand, der Koffer wurde ihm entrissen und ein weiterer Schlag ließ ihn zu Boden gehen. Er hatte noch erkennen können, dass beide Männer im Asyl bereits Geld von ihm erhalten hatten, dann wurde er bewusstlos.

Biografische Notizen der Autorin: Andy Claus (Jahrgang 1960) lebt seit sechs Jahren in Königswinter. Vor beinahe 16 Jahren begann sie mit dem Schreiben von komplexen Geschichten und Romanen, wobei sie die ersten 10 Jahre als Lehre ansieht, aus der sich ihr heutiger Schreibstil entwickelt hat. Ihre ersten Veröffentlichungen waren Kurzgeschichten & Artikel in Zeitschriften, es folgten politische/sozialkritische Studien, Verlagsarbeit und redaktionelle Internetarbeit. Neben der Mitarbeit in zahlreichen Anthologien sind als Herzstück von AC´s Arbeit acht veröffentlichte Romane zu erwähnen.

Die Besonderheit an ihren Romanen ist, dass die Protagonisten durchweg schwul angelegt sind. Die Verständigung zwischen schwulen Männern und gemeinhin als „normal“ bezeichneten Menschen liegt ihr am Herzen. Sie weiß, man kann Vorurteile, Schmähung und Diffamierung nicht wegdiskutieren, aber man kann Geschichten erzählen. Und während dieser Geschichten klären sich Irrtümer manchmal auf, kommt zum Ausdruck, dass es die Unterschiede zwischen Liebe und Liebe eigentlich gar nicht gibt und dass das Wort pervers oft viel zu vorschnell verwendet wird.

Das Genre geht über konventionelle Romane mit Gesellschaftskritik und der konsequenten Verfolgung eines Schicksals über den Psychothriller bis zur phantastischen Geschichte. Tödliche Verführung, ihr bisher einziger Psychothriller wird zur Zeit für den UK & US Markt übersetzt und bearbeitet.


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