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ElihuElihu

Roman vonWolfgang Wallner-F.


jbl-verlag, 4572 St. Pankraz
ISBN 3-902159-13-8,

Das Buch „Elihu; Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit“ (ISBN 3-902159-13-8) erschien im kleinen jbl-Literaturverlag und wurde von Organisationen wie der Teilhard-de-Chardin-Stiftung in den Niederlanden, der Anthroposophischen Gesellschaft, der Mensa-Österreich, der Philosophischen Fakultät der Universität Jena (in der Zeitschrift „Tabula Rasa“) rezensiert. Diese und andere Rezensionen sowie Leseproben, Hintergründe, Motive usw. sind auf der Internetseite zum Buch zu finden.

Der jbl-Literaturverlag verfügte über keine Möglichkeiten der Werbung und keinen Vertrieb. Trotzdem interessierte sich eine nordamerikanische Agentur für das Buch. So ist zurzeit bereits eine Rumänische Ausgabe des Buches vereinbart, Ausgaben für die USA, Brasilien, Portugal und Russland erscheinen fix.

Worum es im Buch geht: Der Name Elihu ist hebräisch, im Alten Testament (Hiob oder Ijob) angeführt und bedeutet „ER ist mein Gott“. Das Buch erzählt über den Fund von Disketten auf einer Müllhalde, in deren Dateien Fragmente einer Wanderung und Belehrung eines Menschen durch Zeiten und Religionen in ungeordneter Reihenfolge gespeichert waren. Anhand dieser Wanderung erfährt Elihu die „Verlagerung“ Gottes vom Außen ins Innen: Ein Komapatient (Martin) durchschreitet, angeleitet von „Wesen“, seine wichtigsten, bisherigen Leben und erfährt dabei die eigene Wesenheit und damit seine Aufgabe. Da die Aufzeichnungen Elihus unvollständig und teilweise beschädigt waren, tragen Ergänzungen aus verschiedenen Wissensgebieten durch den Autor zur Verständlichkeit bei. Das Buch „Elihu“ eröffnet dem Leser überraschende, aber auch völlig neue Einblicke in alte Weisheiten und ermöglicht dadurch neue Denkweisen zu einem neuen Weltbild. Im Buch verschwinden die Grenzen zwischen Elihu, dem Autor aber auch dem Leser wegen der logischen Auswirkungen der geschilderten Ereignisse immer mehr, so dass am Ende nicht mehr eindeutig die Person Elihus festzumachen ist.

Wer ist Elihu? Vielleicht sogar der Leser selbst?

Das Buch macht (zum Teil auch mit taoistischen Stilelementen) in literarischer und verständlicher Weise z.B. darauf aufmerksam, was es bedeutet, dass der Engel, der den Zugang zum Paradies bewacht, im Osten steht, oder warum Gott zu Ijob sagen kann: „Und selbst wenn ich das ganze Universum eines Menschen vernichte, verursacht das nicht einmal ein Kräuseln auf der Oberfläche der Schöpfung!“

Das Buch enthält eine vertikale und horizontale Linie: Die vertikale Linie ist eine Gleichsetzung der Zeiten, von Vergangenheit über Gegenwart bis in die Zukunft, wobei auch die Situation im Zeitpunkt des Beginns des Urknalls einbezogen wird. Eine Annahme einer Zeit vor dem Urknall ist ja wegen der physikalischen Voraussetzung unmöglich. Die Zeit wird zur alleinigen Eigenschaft des Betrachters. Die horizontale Linie verbindet östliche mit westlicher Philosophie und Theologie. So sind große Teile des Buches in taoistischer Sprache abgefasst. Das Buch ist hauptsächlich ein literarisches Werk, aber mit philosophischen Aussagen.

Ein Textauszug aus dem Buch „Elihu“ (aus dem Kapitel „Rechts und links vom Gelben Fluss“): Der Gelbe Fluss hatte seine Quelle an dem Platz, an dem die Sonne aufging und er erreichte das Meer in Richtung Sonnenuntergang. Am linken Ufer des Gelben Flusses lebte das Denken, am rechten wohnte das Fühlen. Mit der Mittagssonne im Rücken sah Denken über den Gelben Fluss. Dort erkannte es erstmals im Gras einen dunklen, wunderschönen, aber unförmigen Schatten, der sich scheinbar wohlig am Ufer entlang ausbreitete. Denken wollte unbedingt wissen, was dort war. Noch nie hatte es etwas gesehen, das ihn in ähnlicher Weise interessierte. Denken war sehr gescheit und wusste natürlich alles über die Naturgesetze und so vermutete es zunächst, dass dieser Schatten vom ihm selbst erzeugt wurde. Diese Vermutung erwies sich auch als richtig, denn wenn es sich bewegte, bewegte sich der Schatten. Seltsam war allerdings, dass es bei Bewegungen des Schattens eine Unruhe in sich feststellte, die nur durch einen Reflex zu beenden war. Denken musste unbedingt erfahren, was es mit diesem Schatten auf sich hatte und es rief über den Fluss: „Guten Tag, schöner Schatten. Wer bist Du?“ Doch es kam keine Antwort. Der Gelbe Fluss hörte diese Frage. Er, der schon ewig dort sein Bett hatte, schon viel länger, als es Denken und Fühlen gab, hatte schon lange auf diesen Kontaktversuch gewartet. Es konnte einfach nicht richtig sein, dass auf seiner linken Seite sich etwas derart Helles befand, das durch ihn gehindert wurde, sich mit dem Dunklen auf seiner rechten Seite zu verbinden. Früher war er sich keines seiner beiden Ufer bewusst gewesen. Es war eigentlich so gewesen, dass er überhaupt keine Ufer besessen hatte. Erst als Denken und Fühlen auftauchten, musste er ein Bett benützen. Er ahnte, dass Denken und Fühlen Ablagerungen seiner Selbst und nur durch seine Anwesenheit entstanden waren: „Fühlen kann nicht sprechen“, raunte er Denken zu. „Was ist Fühlen?“ fragte Denken. „Fühlen ist etwas, das nicht denken kann. Wenn es denken könnte, bestünde die Gefahr, das es vernichtet wird.“ „Wie kann etwas existieren, das nicht denken kann?“ wollte Denken wissen. „Ich habe dir schon gesagt, dass Fühlen, so wie es ist, nur ohne denken sein kann. Es ist ganz einfach da, eigentlich genau so, wie du da bist“, antwortete der Gelbe Fluss. „Es ist doch nicht möglich, dass ich ganz einfach nur da bin. Ich muss doch einen Anfang gehabt haben. Wie lange bist du schon da?“ wollte Denken wissen. „Ich habe keine Ahnung. Erst seit du und Fühlen hier seid, kann ich die Zeit messen. Je mehr ihr beide zunehmt, umso mehr Zeit ist vergangen. Ich war auch vorher da, nur kann ich darüber keine Aussage machen. Ihr beide seid eigentlich nur meine Ausscheidungen, aber ohne euch hätte ich keine Ufer und niemand, auch du nicht, könnte mich wahrnehmen. Genau genommen existiere also auch ich nur deswegen, da es euch gibt.“ „Ich muss unbedingt Fühlen kennen lernen. Alle Erscheinungen an deinen Ufern muss ich ergründen. Wenn ich nicht wissen kann, bin ich tot.“ „Ich kann dir nur sagen, dass der Schatten unstillbare Sehnsucht nach dir hat. Liebevoll sendet er mir täglich diese Nachricht und ich verstehe nicht, dass du Fühlen erst jetzt entdeckt hast. Alle Naturgesetze sind ohne Urgrund, wenn es dir am Fühlen mangelt. Die Sonne, die mit dir leuchtet, verbrennt alles ohne den Schatten“, sagte der Fluss. „Ich will Fühlen aber nicht töten. Du sagtest doch, dass durch denken das Fühlen sterben kann. Wenn ich Fühlen tötete, hättest du auf einer Seite kein Ufer und würdest dich so lange dorthin ausbreiten, bis auch ich kein Ufer mehr wäre. Dann gäbe es auch mich nicht mehr. Andererseits bin ich so begierig, Fühlen zu kennen. Seit dem ich weiß, dass es Fühlen gibt, denke ich, ohne Fühlen kann ich nie mehr wissen. Selbst auf die Gefahr hin, Fühlen zu töten, muss ich wissen“, antwortete Denken, „kannst du uns nicht helfen, zusammen zu kommen?“ „Ich werde es versuchen. Doch bedenke immer, dass auch du durch das Fühlen sterben kannst“, gab der Fluss zu denken und trat aus seinen Ufern. Er schwemmte die Helligkeit des Denkens und die Dunkelheit des Fühlens mit sich. Einige Zeit und einige Wegstrecke war in der Mitte des Flusses eine scharfe Begrenzung der beiden Lichtzustände zu sehen, doch die Grenze verwischte sich immer mehr, bis beide in der Farbe des Gelben Flusses verschmolzen. Denken bemerkte das Fühlen und Fühlen konnte erstmals etwas über sich mitteilen. Beide achteten einander, fühlten und wussten, dass sie ohne den anderen nicht auskommen könnten, doch ahnten auch, dass keiner von beiden Macht über den anderen ausüben sollte. Nur im Gleichgewicht, mit gleicher Bedeutung, war ein Zusammensein möglich. Wenn Denken versucht hätte, seine Macht zu zeigen, würde Fühlen immer stärker und bald Denken überfluten. Umgekehrt hütete sich Fühlen, zu stark zu werden, um Denken nicht herauszufordern, seine Kraft zu zeigen. Nur wenn sich beide in Wissen und Liebe umschmeichelten, war ihre Existenz sicher. Und nur dann hatte der Gelbe Fluss die Kraft, sämtliche Hindernisse zu überwinden. Als Fühlen und Denken nunmehr ganz in dem Gelben Fluss aufgingen und es eigentlich nur mehr den Fluss gab, erreichten sie den Sonnenuntergang und das Meer nahm sie erwartungsvoll und liebevoll auf. Der Gelbe Fluss wusste, dass es eigentlich immer so gewesen war.

Das Buch basiert auf folgenden Annahmen: Eine mögliche Folge aus der „Debatte um die Quantentheorie“ (Franco Selleri, ISBN 3-528-08518-5) aus dem Jahre 1983 war die, dass „die Welt nicht in separierbare Elemente der Realität zerlegt werden kann“ (Seite 105). Dass diese Erklärung aus der Quantenphysik eine richtige sein könnte, bewies Alain Aspect mit einem Versuch in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Ich führe hier Ausschnitte aus dem Vorwort zu meinem Buch „Elihu; Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit“ an: „Von der breiten Öffentlichkeit bisher noch immer weitgehend unbeachtet, wurde in den 80er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ein das Weltbild entscheidend veränderndes Experiment durchgeführt. Die Auswirkung kann nur mit denen der Paradigmenwechsel vom geozentrischen in ein heliozentrisches und vom theozentrischen in ein anthropozentrisches Weltbild oder den Auswirkungen der beiden Relativitätstheorien verglichen werden. Die Physiker Alain Aspect, Jean Dalibard und Gérard Roger vom Institut für theoretische und angewandte Optik in Paris bewiesen damit eine der folgenden Möglichkeiten:

  1. entweder gibt es eine Kommunikation zwischen getrennten Objekten, sowohl in die Zukunft wie auch in die Vergangenheit und diese in Überlichtgeschwindigkeit,
  2. oder die Welt ist nicht in separierbare Einzelheiten teilbar.
Physiker gehen davon aus, dass subatomare Teilchen (Partikel) über eine Drehung (Spin) verfügen. Wenn man verschiedene Partikel miteinander vergleicht, fällt auf, dass sie sich in unterschiedlicher Weise drehen (nebenbei gibt es da auch die „unverständliche“ Besonderheit, dass ein Elektron nach einer Drehung um 360 ° erst eine halbe Umdrehung machte, zur vollständigen Umdrehung benötigt es 720 °). Allgemein und äußerst vereinfacht dargestellt, sah das Experiment des Teams um Aspect und dessen Nachfolgeexperimente folgendermaßen aus: Ein Photon mit einer bestimmten Drehung (Spin), nennen wir sie 0, wurde „geteilt“. Es stellte sich heraus, dass beide neuen Teile in Summe wieder die Drehung 0 besaßen (also z.B. +1 und -1). Die Teilchen in ihrer Gesamtheit bildeten zwar eben unterschiedliche Teilchen, der Gesamtzustand „ihrer Welt“ (Drehung 0) änderte sich aber nicht. Die Teilchen entfernten sich voneinander. Nach einer Weile wurde eines dieser „Zwillingsteilchen“ beeinflusst, um seine Drehung zu ändern. Die Drehung des beeinflussten Teilchens änderte sich daher auf (sagen wir) +2. Gleichzeitig wurde der Spin des anderen der beiden Zwillingsteile gemessen und es stellt sich heraus, dass sich der Wert sofort auf -2 geändert hatte. Es musste also eine Kommunikation der doch getrennten Teilchen stattgefunden haben. Das Bemerkenswerte dabei war die Tatsache, dass die beiden Teilchen sich schon so weit voneinander entfernt hatten, dass die Kommunikation sich in einer Überlichtgeschwindigkeit fortpflanzen hätte müssen, die aber nach der Relativitätstheorie unmöglich wäre. Das eindeutige Ergebnis des Versuches war daher, dass sich der Gesamtzustand (oder die Gesamtaussage) von ehemals zusammengehörenden Objekten nicht verändert. Und, was seltsam ist, dass Änderungen eines Objektzustandes sofort und unmittelbar, ohne Rücksicht auf die Entfernung, an andere, ehemals zusammengehörende Objekte „mitgeteilt“ werden, wobei die Form der Kommunikation nicht vorstellbar ist. Nochmals sei klargestellt, dass die Terminologie zur Beschreibung des Experimentes ganz vereinfacht und populär dargestellt wurde, das Ergebnis war aber eindeutig das oben angeführte.

Eine (vielleicht eher paradoxfreie) physikalische Erklärung wäre die, dass die beiden Teile gar nicht von einander getrennt waren und nur die „Erziehung“ des Menschen zu der Annahme der Getrenntheit führte!“ (Ende des Zitates aus dem Vorwort). Mit der Annahme der untrennbaren Gesamtheit des Universums taucht natürlich die Frage auf, welche Stellung hier der Mensch, oder das Bewusstsein des Menschen haben könnte. Da muss unsere Phantasie die ungehörige Strapaze auf sich nehmen, zurück zu einem möglichen „Anfang“ des Universums zu blicken. Möglicherweise war dies der „Urknall“. Jetzt kommt die erste Anforderung an unsere Vorstellungskraft: Es gibt nichts, was vor dem Urknall gewesen sein könnte. Erst mit dem Urknall bildeten sich Räume und Zeiten, ein „Vorher“ ist daher nicht möglich. Wenn ich hier zur Verdeutlichung eine Vorstellung anführe, die „vor“ dem Urknall gewesen ist, dann bezieht sich das auf eine mögliche „ewige“ Gegenwart „bis“ zum Zeitpunkt des Urknalls (wodurch dieser Urknall ausgelöst worden sein kann bin ich im Bedarfsfall gerne bereit näher auszuführen, siehe auch mein Buch „Elihu“). Sollte es einen Urknall gegeben haben, war die Grundlage unseres Universums in dem enthalten, das „vor“ dem Urknall gewesen war. Es gab natürlich keinen Raum und keine Zeit, trotzdem ist es unmöglich, dass die Voraussetzung zur Entstehung z.B. der Materie nicht damals in irgendeiner Art bestand (ohne Ausdehnung und Lebensdauer). Woher käme sonst z.B. die Materie, wenn es sich um ein geschlossenes System handelt. Natürlich könnte ich hier einen „Schöpfer“ annehmen, doch würde ich damit Schwierigkeiten nur „nach hinten“ verschieben (sollte es aber tatsächlich einen Schöpfer hier an dieser Stelle geben, wäre dies natürlich eine ausreichende Erklärung für den Glauben an einen Gott, allerdings keine, woher dieser Gott kam). Jedenfalls muss zum Zeitpunkt des Urknalls sämtliche Erfordernisse zu einer weiteren Entwicklung des Universums bestanden haben (es ist spätestens ab da ein geschlossenes System) und „vorher“ müssen alle Erfordernisse ebenso bestanden haben (ohne Raum und Zeit!), daher war „Alles eins und das Nichts alles“ (eine buddhistische Lehre). Alle Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung waren vorhanden. Alles, was sich der Mensch ausdenken kann, hat seine Grundlage darinnen. Doch kann sich der Mensch auch Dinge ausdenken, die nicht einer Realität entsprechen (z.B. ein Feuer speiender Drache, das „Beamen“ von Materie oder auch Gott). Woher kommen solche Vorstellungen? Solche Vorstellungen sind unmöglich, wenn sie nicht in den Möglichkeiten einer zukünftigen Entwicklung enthalten gewesen waren, woher kämen sie sonst? Wenn solche Erscheinungen gedacht werden können, entsprechen sie aber unbedingt einer „Wirklichkeit“ (im Sinne C.G. Jung). Über Wirklichkeiten, die scheinbar für uns Beobachter (oder einige von uns) keine Realität erreichen, bin ich ebenfalls gerne bereit, weitere Ausführungen nachzureichen. In der Wissenschaft kommt man zu Erkenntnissen, die eine Untrennbarkeit des Universums nahe legt. Aus dem Grund, da „man“ das sucht? Handelt es sich dabei auch um eine psychische Wirklichkeit? Eine, die Moses im Paradies suchte und die Physiker in der Quantenphysik? Ist der Unterschied in den untersuchten Medien nur ein zeitbedingter? Jede Entdeckung, jede Interpretation der Wirklichkeit (auch die der Evolution des Universums und unserer selbst) wird von der menschlichen Psyche in die Wege geleitet und kommentiert. Retrospektiv hat unsere eigene Psyche unsere Entwicklung determiniert.

Jeder Mensch verhält sich so, dass sein Äußeres mit seinem Inneren größtmögliche Übereinstimmung hat. Aus diesem Grund erreichen Erscheinungen bei einem Menschen Wichtigkeit, bei einem anderen vielleicht nicht. Grundlage der Beurteilung der Wichtigkeit ist der momentane psychische Zustand des Beobachters (stark vereinfacht ausgedrückt). Es war also die Psyche der Menschen, die zum Beispiel die Bibelbücher schrieb (oder auch die der Personen, die diese kanonisierten). Sollten diese oder andere „Mythen“ für jemanden Wichtigkeit erlangen, ist das die Psyche, die berührt wurde und den Wert feststellt. Die Möglichkeit zur Entwicklung einer Psyche war zum Zeitpunkt des Urknalls ebenfalls gegeben. Die Gottwerdung des Menschen ist also eine psychische Wirklichkeit! Warum nimmt man sich ihrer nicht an? Gott ist nicht etwas, das wir irgendwo anbeten oder bewundern oder auch ignorieren, Gott hat Auswirkungen ins tägliche (banale) Leben hinein: Wenn wir Menschen unsere Mythen nicht wichtig und ernst nehmen, werden wir immer wieder andere Symbole entdecken, die uns immer wieder dieselben Inhalte anbieten (C.G. Jung, z.B. über UFOs, oder auch die Erkenntnisse der Quantenmechanik selbst). Welche Folgen hätte nun das Annehmen der Gottwerdung? Da erscheint als grundlegend wichtig, dass jede Erscheinung des Universums mit dem Beobachter (dessen Psyche) untrennbar zusammenhängt. So erhält das denkende und erkennende Wesen (bewusste Wesen) die unbedingte Verantwortung für das gesamte Universum, es ist mit ihm eins! Gott zu sein bedeutet in erster Linie Verantwortung zu tragen! Es scheint so zu sein, dass wir mit dem derzeitigen „Anbeten“ toter Materie (in der „westlichen“ Zivilisation), Gott, der wir selbst seit Anbeginn sind, ebenfalls töten. Wenn wir annehmen, selbst Gott zu sein, gäbe uns dieser Hintergrund die Kraft, das Universum so zu gestalten, wie es für alle Erscheinungen lebensgerecht, menschengerecht, gottesgerecht wäre. Gott ist jedenfalls etwas, das dem Bewusstsein (hoffentlich dem des Menschen) noch bevorsteht, trotzdem er natürlich auch der Schöpfer bleibt, so widersprüchlich das auch erscheint.

Wolfgang Wallner F.Der Autor: Wolfgang Wallner-F. wurde in Krems an der Donau (Österreich), geboren und übersiedelte im fünften Lebensjahr mit seiner Familie nach Wien. Um die Welt kennen und verstehen zu lernen, betrieb er selbstständig verschiedene Studien, z.B. in den Gebieten Zellbiologie, Relativitätstheorie, Quantenphysik, Kosmologie, Psychologie und Philosophie um endlich darauf zu kommen, dass ausschließlich die eigene Psyche den Dingen Wert oder Unwert gibt. Die Beschäftigung mit der Bibel, mit östlichen Philosophien (u. A. Dschuang Dsi), aber auch mit Teilen der Alchemie (bei C.G. Jung), mit Meister Eckehart, Jakob Böhme, Martin Buber, Teilhard de Chardin und anderen Denkern und Dichtern führte geradewegs zu dem Auffinden der Disketten und damit zu „Elihu“.

Wolfgang Wallner-F. gab mir folgende Zusammenfassung seiner Ambitionen mit dem Buch: Ich bitte gleich zu Beginn um Verständnis, dass ich meine Gedanken möglichst kurz fasse. Im Bedarfsfall könnte ich jeweils weitere Erklärungen dazu geben. Zunächst mache ich darauf aufmerksam, dass viele alte Mythen noch immer „in uns“ etwas auslösen oder bewegen können. Nachdem viele alte Sagen in Vergessenheit gerieten oder von der „Illusionsindustrie“ (Film etc.) bereits verwendet wurden, werden immer wieder „neue“ Mythen geschaffen, die ebenfalls in vielen Fällen eine Wirkung erreichen (Da-Vinci-Code, Star War, Herr der Ringe, Matrix usw.). Ich gehe davon aus, dass Mythen, sofern sie beim „Konsumenten“ eine Wirkung erzielen, natürlich dessen Psyche in irgendeiner Weise ansprechen. Auch wenn Mythen nicht auf objektiven Wahrheiten beruhen sollten, besitzen sie zweifellos eine Wirklichkeit! C.G. Jung sprach davon, dass jede Wirklichkeit „wirkt“, in diesem Sinne ist die angeführte Wirklichkeit jedenfalls zu verstehen, auch wenn ihr eine „objektive“ Realität fehlen mag. Jeder Mensch verhält sich immer vernünftig, mag seine Vernunft auch einer (postulierten) „Normalität“ weit entfernt sein. Ohne das hier weiter zu behandeln, möchte ich in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass Motive menschlicher Taten auch immer „gut“ sind, kein Mensch beabsichtigt Taten mit „bösen“ Folgen, dies aber nur nebenbei.

So ist auch der Begriff eines Gottes entweder eine wissenschaftlich objektiv nachzuweisende Realität oder aber eine Wirklichkeit der Psyche, in jedem Fall aber vernünftig und notwendig. Nachdem es zweifellos ausschließlich die eigene Psyche ist, die einer Erscheinung Wert oder Unwert zuweist, muss die Existenz eines Gottwesens für die Menschheit (oder einen Teil davon) von existenzieller Wichtigkeit gewesen sein und ist es vielleicht auch heute noch. So enthält zum Beispiel die Paradiesgeschichte im Buch Genesis der Bibel eindeutig eine Wirklichkeit. Ehe der Mensch vom Baum der Erkenntnis gegessen hat, hatte er im Paradies seine Heimat und starb dort auch nicht. Solange ein Wesen kein Bewusstsein hat und keine Unterschiede feststellen kann, gibt es für dieses Wesen keine Vergangenheit und keine Zukunft. Und ausschließlich in der Gegenwart zu leben, bedeutet keinen Tod zu kennen. Das bedeutet aber, dass Moses (oder wer auch immer dieses Buch verfasste) vor ungefähr dreitausend Jahren hier ein Werk schrieb, das noch immer eindeutig Wirklichkeit beschreibt. Natürlich bedeutete das Erlangen eines Bewusstseins auch den Tod. Wie aber konnte ein Mensch vor so langer Zeit diese Wirklichkeit erkennen? Die Intelligenz der Menschheit erfuhr in dessen Geschichte keine Veränderung, nur der Wissensstand wuchs unaufhörlich. Wurde in Mythen eine Wirklichkeit geschildert, war damals (möglicherweise) nur der Zugang zu dieser Wirklichkeit ein anderer. Deutlich erkennbar ist das zum Beispiel bei dem chinesischen Philosophen Dschuang Dsi („Das wahre Buch des südlichen Blütenlandes“), das ohne jegliche Wertung eines Wissens zeitlos ist (während zum Beispiel bei Platon einige Grundlagen dessen Philosophie dem zeitgemäßen Wissen entsprachen und uns ein Zugang daher erschwert ist, ohne aber damit die philosophischen Erkenntnisse schmälern zu wollen). Warum hat der Verfasser der Genesis den Wächter vor dem Paradies im Osten postiert? Es handelt sich um zumindest Relikte eines ägyptischen Glaubens (möglicherweise war ja auch Moses sehr eng mit dem revolutionären Pharao Echnaton verbunden, siehe z.B. Sigmund Freud: „Der Mann Moses und die monotheistische Religion“). Wie später der christliche Glauben war auch der ägyptische einer an einen „Sonnengott“ (Sonne ist hier nicht ganz wörtlich zu nehmen), jedenfalls ein Glaube an Auferstehung, wie das die Sonne jeden Tag tut. Deshalb ist das Totenland in Ägypten westlich des Nils (dort wo die Sonne untergeht). Wenn jetzt ein Mensch das Paradies auf dem Weg von Osten nach Westen erreichen will, steht der Engel mit dem Flammenschwert davor. Das bedeutet natürlich, dass es keinem Lebenden (oder Bewussten) gelingt, ins Paradies (zurück) zu kommen. Folgerichtig hat Jesus das Paradies erst erreichen können, als er von den „Toten“ auferstanden war, da kam er ja auch vom Westen (dem Totenland) und da steht kein Engel! Nun sind wir aber alle bewusste, und bis zu einem gewissen Grad auch aufgeklärte Menschen, sehnen uns aber (trotzdem) nach einem sinnvollen Leben, warum boomen alte und neue Mythen, die doch einer Wissenschaft ferne sind? Ein Leben ohne (begründeten) Glauben an einen sinnvollen Inhalt wird spätestens in der „zweiten Lebenshälfte“ gefährdet. Eine vernunftmäßige Ethik könnte Hilfe schaffen, doch hat der Mensch (in den meisten Fällen) noch immer Wesensinhalte, die einen Rückhalt in einem Glauben suchen. Ich vermute, dass C.G. Jung mit seiner Annahme Recht hat, dass Mythen, die in ihrer Aufgabenstellung noch nicht „erledigt“ sind, immer wieder in neuen und alten Formen „auferstehen“. Ein solcher Mythos ist sicher die Gralsgeschichte (wo ein in früheren Zeiten immer getötete Vaterkönig noch immer auf die Heilung seiner Wunde wartet, eine menschliche „Auflösung“ des „Ödipus-Komplexes“), aber auch die Annahme eines Gottes. Während früher natürlich die Sehnsucht nach einem rächenden Gott (die noch immer oftmals herbeigesehnte „starke Hand“ in der Politik) vorherrschte, ist im Christentum die Entwicklung zur Gottwerdung des Menschen selbst beabsichtigt, auch wenn das von machtbewussten Religionen nicht erwähnt wird. Seltsamerweise ist aber eine solche Entwicklung des Menschen nicht erkennbar. (Meiner Meinung nach handelt es sich aber um den Gott des „Alten Testamentes“ ebenso um einen „liebenden Gott“, was ich im Bedarfsfall gerne näher ausführen könnte, hier aber nicht als wesentlich erscheint).

Vielleicht kann dieses Buch „Elihu“ (ISBN 3-902159-13-8) dem suchenden Menschen Anregungen zu weiteren Perspektiven ermöglichen.

Beitrag von: Ferdinand Niehammer, ferdinand.niehammer@inode.at http://elihu.wolfgangwallnerf.com


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